Werdenfelser Segelflieger

Offenes Märkisches Vergleichsfliegen: Qualifikationsmeisterschaft Clubklasse

Vom 18.07. bis zum 25.07. findet am Flugplatz Brandenburg eine Qualifikationsmeisterschaft in der Club- und Doppelsitzerklasse statt. Lisa Scheller nimmt mit der Förderlibelle AM2 in der Clubklasse teil.

Wer Lisa live beim Fliegen zuschauen will, kann das über Skylines (www.skylines.aero) machen.

17.07. - Anreise und theoretisch Trainingstag

Um kurz vor 0 Uhr hängte Lisa den Libellenanhänger an und fuhr zu Angela, die ihr restliches Zeug in das eh schon ziemliche volle Auto einlud, und dann ging es auch schon los. Die Reise war ziemlich ereignislos, allerdings hatte Lisa am Vortag einen Anruf von Claus Triebel erhalten, der darum bat, ein Auto von der Ottengrüner Heide mit nach Brandenburg zu nehmen. Also fuhren wir um 4 Uhr nachts über seltsame Straßen mitsamt Anhänger zur Ottengrüner Heide, fanden erst den Autoschlüssel nicht, und teilten uns dann nach kurzer Pause auf, die restliche Strecke fuhr Angela Claus Auto und Lisa den Passat mitsamt Anhänger. Um halb acht erreichten wir dann endlich den Flugplatz und bauten unsere Zelte auf. Dann musste noch die Anmeldung und Dokumentenkontrolle hinter sich gebracht werden, den restlichen Tag verbrachten wir eher nicht so wach. Abends war dann noch Eröffnungsbriefing, und nachdem wir erst danach abendessen wollten (wir ist in dem Fall die größere Gruppe am Campingplatz, bestehend aus verschiedensten Leuten), gab es danach noch Spaghetti. Nachdem aber der Flugplatz umringt von Seen und der Havel ist, ist die Anzahl an Mücken enorm, ab 21 Uhr wird es wirklich unangenehm, und wenn man sich dann etwas langärmeliges anzieht, attackieren die Mücken einfach das Gesicht, was auch nicht direkt besser ist.

18.07. - Erster Wertungstag

Morgens um 8 fuhren wir zum Anhänger, um die AM2 aufzubauen. Dabei stellte sich heraus, dass die Kurbel für die Rampe nicht aufzufinden war, was durchaus ungut ist, aber beim Aufbauen geht das noch eher. Also bauten wir mit etwas Anfangsschwierigkeiten den Flieger auf, brachten ihn an den Start und frühstückten noch schnell, bevor auch schon Briefing war. Dort erfuhren wir, dass es wohl blau beginnen würde und dann aber durchaus ganz gute Wolkenthermik entstehen würde. Für die Clubklasse gab es eine 300 km Racing-Task in den Norden, mit Wendepunkten Neuruppin, Feldberg und Perleberg. Um 11.15 sollte Startbereitschaft sein, also wurde schnell alles wichtige Gedöns in den Flieger gebracht und die Aufgaben einprogrammiert. Um 11 startete ein Schnüffler, und irgendwie verzögerte sich dann der Schleppbeginn auf 11.40, dann ging es aber mit 5 Wilgas und einem UL schnell los. Es gab von Anfang an Wolken, und Lisa konnte ihre Teampartner Max und Walter Dengel auch schnell finden. Gemeinsam flogen wir dann los, und es ging eigentlich ganz gut, wir waren nie wirklich tief. Allerdings hatten die Bärte die seltsame Eigenart, merkwürdig versetzt zu stehen, weswegen man öfter mal etwas suchen musste. Ebenfalls beliebt war die spontane Auflösung oder Bildung von Wolken, manchmal schlecht, wenn man dort gerade kurbeln wollte, manchmal gut, wenn das blaue Loch auf einmal doch nicht so blau war. Als es dann an den Endanflug ging, schlug der PDA Lisa leider ein Schnippchen, in dem er viel zu pessimistisch rechnete, weswegen ich unnötig viel Höhe machte, da muss wohl noch irgendeine Reserve eingestellt sein. Nach der Landung wurde der Flieger abgebaut, der Flug gemeldet und dann passierte außer Abendessen und gemütlich rumsitzen eigentlich nicht mehr viel.

19.07. - 2. Wertungstag

Heute sollte es noch heißer werden, aber gleichzeitig die Luftmasse auch noch labilisiert werden, so dass trotzdem mit Wolken gerechnet werden konnte. Wie üblich bauten wir den Flieger um 8 Uhr auf und brachten ihn an den Start, was im Vergleich zum ersten Tag deutlich schneller ging, und hatten dann vor dem Briefing noch genügend Zeit, um gemütlich zu frühstücken. Im Briefing gab es dann die Aufgaben, 406 km für die Clubklasse, über Falkenberg nach Tuplice kurz hinter der polnischen Grenze und dann über Reinsdorf wieder zurück nach Brandenburg. Die Doppelsitzer flogen ca. 500 km, südlich an Dresden vorbei. Bald darauf standen dann auch alle startbereit bei ihren Fliegern, und 7 Wilgas ließen die Motoren an, was zu "Wilga-Surround-Sound" führte. Der Schleppbetrieb wurde nach den ersten 7 Schlepps erstmal unterbrochen, weil die Thermik noch nicht sehr ausgeprägt war und zudem noch blau. Etwas später ging es weiter, und dann blieben auch alle hängen. Lisa  sah sich während dem Schlepp und kurz danach konfrontiert mit einem dummen Flarm-Aussetzer, was beim Pulkfliegen eher gefährlich ist, und daher war es gut, dass kurz nach dem Ausklinken und etwas Herumgefummel am Flarm das Gerät seinen Dienst wieder tat. Der Anfang war noch etwas zäh, aber bereits der zweite Bart brachte die Libelle mit 3 m/s auf über 1600 m, was nicht so hoch klingt, da aber der Flugplatz auf 30 m liegt, ist es eine Menge. Dann fand sich das Team von Max, Walter und Lisa wieder zusammen, und wir warteten erst noch mit dem Abflug und bauten auch einen Fake-Abflug inklusive Kurbeln hinter der Linie ein, weil wir nicht als erstes los wollten, aber im Nachhinein sollte sich zeigen, dass das zu viel Zeit gekostet hatte. Die Basis war mittlerweile auf über 2000 m gestiegen, und so kamen wir relativ gut vorwärts und waren vor der ersten Wende sogar auf über 2500 m, was im Flachland bei uns zu Hause der absurden Basishöhe von 3100 m entsprechen würde! Der zweite Schenkel führte uns dann über einen ultra-ruppigen Bart über einem Braunkohletagebau weiter, leider entschieden wir uns dann für die falschen Wolken und fanden uns bald darauf in 450 m über Grund wieder, was Zeit kostete, auch wenn wir vergleichsweise gut wieder wegkamen. Auf dem Weg nach Reinsdorf wurde uns dann unser später Abflug zum Verhängnis, weil es bereits relativ blau war und selten mehr als 1,5 m/s Steigen zu holen war. Irgendwie war ich dann auf einmal 200 m höher als meine Teamkollegen, wir flogen dann weiter nach Reinsdorf, wo noch einmal ein guter Bart stand, der schon fast für den Endanflug reichte. Allerdings wurden wir dort durch flach kreisende Offene Klasse behindert, weswegen eine etwas nördlichere Wolke für den Endanflug herhalten musste. Von dort glitt Lisa dann über 60 km zurück zum Flugplatz, leider etwas langsam, aber bei so langen Endanflügen kann man ja nie wissen. Um kurz vor 7 waren wir dann alle wieder wohlbehalten in Brandenburg, einige Doppelsitzer kamen aber erst nach 8 zurück. Leider sind wir wegen einiger Fehler ziemlich weit hinten in der Wertung, aber Fehler kann man ja verbessern in den nächsten Tagen. Abends gabs dann noch Nudeln, bevor alle die Flucht vor den Mücken antraten.

20.07. - 3. Wertungstag

Heute war es noch heißer als die vorherigen Tage, und zudem noch irgendwie schwül. Das Aufbauen der Flugzeuge wird so zu einer ziemlich warmen Sache. Außerdem sah man bereits morgens dichte Cirrusfelder von Westen hereinziehen (obwohl doch irgendwie Ostwind war?). Im Briefing war dann die Rede von Blauthermik bis 1800, vielleicht wenige Wolken, und die Cirren sollten sich wohl auflösen. Da aber die Auslösetemperatur bei 31° C lag, konnte man nicht mit einem frühen Beginn rechnen. Also wurde Starbereitschaft um 12:30 angeordnet. Als Aufgaben gab es diesmal AATs wegen der ungewissen Wetterlage, was bei der Aussicht auf Blauthermik doch irgendwie als schwierig gesehen wurde. Woher soll man schließlich im Blauen wissen, wann man nun umdrehen sollte? Mit sehr guten Ortskenntnissen könnte das wohl funktionieren, aber die hat ja nun nicht jeder, Lisa auch nicht. Die erste Wende der Clubklasse lag im Westen hinter der Elbe, allerdings war der Sektor groß genug, dass man die Elbquerung vermeiden konnte, und dann im Südosten bei Dahme. Aufgrund von noch nicht vorhandener Thermik wurde der Start erst auf 13:00, und dann auf 13:15 verschoben. Dann wurden die Flugzeuge von den Wilgas in die Luft gebracht. Zum Glück fanden wir dann bald etwas Steigen und kamen zumindest auf 900 m, es gab aber auch einige Wiederlander. Bald darauf bildeten sich über den größeren Waldgebieten auch Wolken, was dazu führte, dass Lisa einen etwas riskanten Gleitflug zu einem von den Wäldern machte, um dort dann in knapp unter 500 m wieder einzusteigen. Zu meiner Verteidigung, eigentlich dachte ich, das dazwischen noch Steigen kommen müsste, aber nun ja... Aber ich wäre vielleicht auch noch zurück zum Flugplatz gekommen. Ist auch egal, schließlich gab es dort Thermik, also stellte sich das Problem erst gar nicht. Das Zusammenfinden des Teams vor dem Abflug gestaltete sich etwas schwierig, weil Lisa ganz im Norden der Linie und Max und Walter ganz im Süden waren. Also flog die Libelle nach Süden, kam dort natürlich etwas tiefer an, weswegen die anderen warten mussten. Irgendwann ging es dann aber auch bei uns los, und die erste Wende war zügig erreicht, wobei wir uns nicht auf die andere Seite der Elbe wagten. Zwischenzeitlich breitete sich unser Team über eine etwas zu große Höhendifferenz aus, das konnten wir aber auch recht bald auf dem zweiten Schenkel lösen. Vielleicht noch eine Anmerkung zum Wetter, es war mitnichten blau, sondern es gab Wolkenthermik bis 2100, manche erzählten sogar von 2700 m. Der zweite Schenkel lief soweit auch ganz gut, wir konnten die Thermik nur nicht bis ganz oben mitnehmen, weil unsere Route aufgrund der vorhandenen Wolken relativ nördlich lag und damit unter dem äußeren C von Berlin. Wären wir früher losgekommen, hätten wir auch mehr zur Mitte des Sektors fliegen können. So wendeten wir kurz hinter dem Tropical Island, wo ein guter Bart stand, und waren dann etwas verblüfft darüber, wie massiv die Abschirmung auf dem Rückweg bereits war. Das die Cirren sich nicht auflösten, war uns zwar bekannt, aber so extrem hätten wir es nicht erwartet. Daher nahmen wir nun auch schwächeres Steigen mit, und stellten immer mal wieder fest, dass es unangenehm ist, wenn schwere Doppelsitzer außen um den Bart rumfahren. Mit relativ wenig Steigen erarbeiteten wir uns nun Endanflughöhe und kamen ziemlich gut am Flugplatz an, am Zielkreis, der die Höhe 300 m hat, war die AM2 noch 312 m hoch, das hat also von der Geschwindigkeitseinteilung ziemlich gut gepasst. So standen wir dann wieder am Flugplatz, Angela kam mit dem Passat, wir brachten den Flieger zum Hänger, lasen die Flüge aus, bauten ab und aßen mit den anderen Abend. Leider sind wir wieder ziemlich weit hinten in der Wertung, aber dafür hat es im Team ziemlich gut funktioniert, und irgendwann kommen wir von den hinteren Plätzen schon weg. Für morgen sind die Wetteraussichten noch nicht eindeutig, man wird sehen. Fotos kommen auch demnächst, nur heute bin ich zu müde, um das jetzt noch zu machen.

21.07. - neutralisiert

Bereits am morgen zogen dicke Abschirmungen über den Platz. Dennoch wurde zunächst aufgebaut, wobei diesmal die Doppelsitzer vorne standen. Im Briefing wurden dann kleine AATs ausgegeben, aber gleichzeitig wurde auch gesagt, dass man keinen Gammeltag erzwingen würde, nur um zu fliegen. So standen also alle in der Startauftstellung, und nachdem zur geplanten Startbereitschaft das Wetter immer noch nicht brauchbar war, wurden also beide Klassen neutralisiert, nachdem zunächst nur die Starbereitschaft nach hinten verschoben worden war. Also nutzen alle die Gelegenheit, erstmal eine Weile lang faul rumzusitzen, bevor wir dann die Flieger wieder abbauten und danach noch nach Brandenburg in die Stadt fuhren, um dort Eis zu essen und eine Bootsfahrt auf der Havel zu machen. Abends gabs dann Wraps, was sich eigentlich beim Campen ziemlich gut eignet.

22.07. - 4. Wertungstag

Es war von vorneherein klar, dass das ein guter Tag werden sollte. Bereits vor dem Briefing konnte man hören, dass es wohl um Berlin gehen sollte. Also brachten wir die AM2 wie üblich morgens an den Start, frühstückten dann, bevor es ins Briefing ging. Dort wurde gesagt, dass es gute Thermik geben würde, allerdings in Kombination mit 25 km/h Nordostwind, was für die leichten Clubklasseflugzeuge schon ein Problem ist. Als Aufgabe ging es tatsächlich um Berlin herum, die Clubklasse in einer kleineren Variante von knapp über 400 km, die Doppelsitzer hatten mehr als 500 km zu fliegen. Die Doppelsitzer standen noch immer vor der Clubklasse, und da die Thermik auch nicht beliebig früh losging, öffnete die Abfluglinie für die Clubklasse auch erst um halb 2. Max, Walter und Lisa hatten sich diesmal schneller gefunden, und so flogen wir auch gleich ziemlich früh ab, die Basis war schon hoch, und es lag ja eine ganz schön große Strecke vor uns. Gleich im ersten Bart konnten wir vorraus mehrere Pulks sehen, und von hinten kamen auch welche zu uns dazu. Das führte dann letztlich dazu, dass fast die ganze Clubklasse in einem Riesenpulk die erste Wende nahm, bevor sich die Wege wieder trennten. Das war ziemlich lästig und auch bestimmt nicht die schnellste Variante, aber in der Situation gab es kein Auskommen mehr. Irgendwann war unser Dreierteam dann fast alleine unterwegs, nur BB hing an uns hintendran. Das war zwar auch ärgerlich, aber nicht so schlimm, und bereits vor der zweiten Wende hatte der auch einen anderen Weg genommen. Fliegerisch ging es gut, durch den Wind waren die Bärte zum Teil zwar eng und ruppig, aber nichts weltbewegend schlimmes. So nahmen wir ohne größere Probleme die zweite Wende nordöstlich von Berlin. Auf dem dritten Schenkel ging das dann so weiter, nur dummerweise waren die Gleitstrecken doch ganz schön lang, und ein paar Wolken wollten nicht, so dass wir uns auf einmal in 350 m wiederfanden. Wir konnten uns erstmal festbeißen, bevor Walter über einem Solarfeld den rettenden Bart fand. In diesem Bart trennte sich unser Team auf, weil ich auf einmal deutlich höher war, und mich anbot, vorrauszufliegen, um den nächsten Bart zu suchen. Tatsächlich fand ich einen 3,5 m/s-Bart, nur wählten Max und Walter einen direkteren Kurs zur Wende, so dass der Höhenunterschied noch viel extremer war, und wir uns entschieden, alleine weiterzumachen. Nach der Wende versaute ich es irgendwie ziemlich, ich flog eine Wolke an, die weitab vom Kurs stand, aber dann nicht ging, und fand auch danach nichts, irgendwann mal war ich auf 450 m runter und erforschte, ob mähende Mähdrescher tatsächlich Bärte auslösen, was wohl so ist, nur leider hielten diese gerade an, das war nicht so nützlich. Ich machte immer wieder 300-400 m in gammligen Steigen gut, bevor ich dann 65 km nach der Wende endlich zumindest wieder auf 1400 hoch kam. Bei Reinsdorf traf ich dann Max wieder, und gemeinsam arbeiteten wir uns aus der Versenkung wieder an die Basis vor und flogen zur letzten Wende, die komplett im Schatten lag. Tatsächlich fanden wir dort kein Steigen, und flogen so weiter in Richtung Heimat. An der Wende trafen wir 9B, der dann ebenfalls in die gleiche Richtung flog. Es war ziemlich hoffnungslos, weil es schon sehr spät war und außerdem abgeschattet, aber auf einmal sah ich über einer Biogasanlage nordwestlich von uns Flugzeuge hoch kreisen. In einem verzweifelten letzten Versuch glitten wir zu dritt dort hin, kamen in 170 m über Grund an, trafen nur vermindertes Sinken, und rollten dann einer nach dem anderen auf einem abgeernteten Getreidefeld neben der Biogasanlage aus, 35 km vom Flugplatz entfernt. Kurz nach unserer Landung motorte ein Doppelsitzer über uns hinweg, was nicht zu unserer Erfreunis führte. Mittlerweile war Angela mit Norbert schon unterwegs, und auch Max hatte sich einen Rückholer organisiert. Wegen einem Stau auf der Autobahn saßen wir dort noch eine Weile, bevor wir die Flieger in die Hänger verstauten und uns auf den Rückweg machten. Dann luden wir noch schnell die Flüge in die Wertung und holten uns eine Bratwurst am Grill, bevor es auch schon wieder in die Zelte ging.

23.07. - 5. Wertungstag

Nachdem der vorherige Tag zwar gut, aber schwierig gewesen war, sollte es heute noch besser werden, allerdings immernoch mit 30 km/h Wind. Diesmal führte die Aufgabe erst in den Südosten, zum Kraftwerk "Schwarze Pumpe", dann nach Eisenhüttenstadt, und dann über Kropstedt nach Brandenburg zurück. Zunächst war im Briefing aber eine 506 km-Aufgabe in die selbe Richtung ausgegeben worden, was natürlich ein echtes Highlight gewesen wäre. Nachdem aber erst um 12:15 gestartet werden konnte, weil vorher die Thermik einfach noch nicht da war, entschied sich der Sportleiter, doch besser die B-Aufgabe zu fliegen. Auch diesmal war die Teamfindung kein Problem, und wir flogen wieder früh ab, weil wir nicht in das selbe Problem wie gestern rennen wollten. Dann passierte leider ziemlich bald etwas sehr ärgerliches, wir flogen auf das EDR Lehnin zu, das geht bis 1067 m. Wir wollte eigentlich darüber bleiben, nur fanden wir dann den Bart nicht, und mussten die Flucht ergreifen. Der Rand des EDRs war leider nicht sehr in der Nähe, und während Lisa die direkte Flucht durchführte und bei Verlassen des EDRs noch 10 m darüber war, fielen Max und Walter leider hinein, weil sie noch einen halben Suchkreis machten. So wollten wir die Aufgabe natürlich nicht beginnen, aber es war nun nicht mehr zu ändern, ich flog die Aufgabe alleine weiter, während die anderen beiden abbrachen und landeten. Nachdem ich wieder oben war, ging es erstaunlich gut, mit Rückenwind konnte man die Aufreihungen abfliegen, und in genialen Bärten auch wieder kurbeln. Der beste Bart brachte 5,3 m/s, über 2 Kreise sogar 6,5 m/s! Ich war das erste Stück auf einer östlicheren Route als der Pulk geflogen, und hatte sie dann bald auch eingeholt, nur dass ich etwas tiefer war, und daher einen 5 m/s-Bart, denn diese erwischten, nur mit 3 bekam, und daher war ich etwas dahinter. Es ging weiterhin gut, immerhin war die Basis auch über 2000 m hoch. Direkt bei der Wende stand dann nochmal ein richtiger Hammer, der brachte die Libelle auf 2400 m. Also ging es dann wieder nach Norden, nach Eisenhüttenstadt. Zunächst war es weiter einfach, nur stand über der Stadt Eisenhüttenstadt ein Schauer, die Wende war aber frei. Vor der Wende war ich erst noch kurz mit 9B auf gleicher Höhe zusammen, der mich irgendwie eingeholt hatte, er flog dann aber weiter vom Schauer weg und ein Blick in den Liveticker verriet nach meiner Landung, dass er in Eisenhüttenstadt gelandet war. Das Schicksal hätte mich auch beinahe erwischt, weil mir nichts anderes übrig blieb, als im Regen bei 4 m/s Saufen zur Wende zu fliegen. Danach konnte man sich zum Glück in toter Luft wieder entfernen, und so kam ich in 450 m wieder beim selben Solarfeld wie gestern an, wo ich erst in 1 m/s auf 700 m stieg, bevor ich dann durch Verlagern einen 4,5 m/s Bart fand, vermutlich auch dadurch bedingt, dass von Norden noch ein Schauer dazu kam. Als ich wieder oben war, fiel der Weg nach Kropstedt vergleichsweise einfach, auch wenn ich öfters mal einen Bart zu viel stehen ließ, weil ich auf etwas besseres hoffte. Dann kam aber die größte Herausforderung: Endanflug mit der Libelle gegen 30 km/h Gegenwind. Ich kam irgendwie nicht so richtig hoch, und die Steigwerte ließen auch zu wünschen übrig, aber auf dem Weg standen ja noch Wolken. Nördlich Lüsse hatte ich dann +300 m auf den Zielkreis, also sozusagen +0 für die Aufgabe, und dann war der Bart nicht mehr da. So blieb mir nichts anderes übrig als weiterzugleiten, nur irgendwie kam da kein Steigen mehr, was dazu führte, dass ich zwar 10 km melden konnte, aber genau wusste, dass es so nicht reichen würde. Mehr oder weniger aus Versehen bei der verzweifelten Suche nach dem Bart für die rettenden 100 m mehr flog ich zwar in den Zielkreis ein, drehte aber dann wieder um und landete auf einem Feld bei Schmerzke (der Name triffts irgendwie ;) ). Angela war also wieder unterwegs, und brachte noch Claude als zusätzlichen Helfer mit. Zu dritt bekamen wir den Flieger dann irgendwie aus dem Feld und in den Hänger, und waren auch bald wieder am Flugplatz. In der Wertung stand komischerweise erst noch die Geschwindigkeit drin, das wurde dann aber wieder berichtigt. Zu Essen gab es diesmal Chili con Carne, und wegen der schlechten Wetteraussichten wurde es abends noch etwas später.

24.07. - neutralisiert

Kein Startaufbau vor dem Briefing, also weiterschlafen. Im Briefing wurde dann auch die Clubklasse neutralisiert, die DoSis eine Stunde später auch. Mittlerweile regnet es auch seit einer Weile, aber die trockene Zeit davor konnte genutzt werden, um den Flieger zu polieren und alles Zeugs für die anstehende Übergabe wieder in den Hänger zu räumen. Morgen wird wahrscheinlich auch eher nichts, sonst wäre es auch etwas unpraktisch, quasi alle DoSis haben bereits abgerüstet.

Wenigstens war der Rückholweg nicht so weit für Angela. 21. Tagesplatz und in der Gesamtwertung immer noch 22. Mal schauen wie es morgen läuft.


Wie man sieht, ist Lisa stark beschäftigt mit Fliegen, deshalb möchte ich (Hannes Niesslbeck) hier noch ein wenig zusammenfassen, was es zu diesem Wettbewerb zu sagen gibt:

Gar nicht so leicht zu finden, der Wettbewerb an dem unsere Lisa mit der Libelle AM2 teilnimmt. Hier ist der Link zu den Ergebnissen:

Offenes Märkisches Vergleichsfliegen 2014

Bis jetzt gab es wohl 3 Wertungstage in der Clubklasse, Lisa hat am 1. Wertungstag den 22. Platz von 29 Teilnehmern belegt, am Endanflug gibt´s wohl noch was zu optimieren, am 2. Wertungstag war´s dann der 24. Platz aber wieder heimgekommen!

Am 3. Wertungstag war´s wieder der 24. Platz, wieder heimgekommen.

In der Gesamtwertung liegt sie derzeit auf Rang 22, nicht berauschend aber auch nicht schlecht, würde ich mal sagen, da fliegen ja ziemlich viele "Cracks" mit.

Wir wünschen uns weiterhin gute Wertungstage und halten Lisa die Daumen.

Einen Newsticker findet man übrigens hier!

So, Lisa hat ja noch mal Zeit gefunden um selber was zu schreiben und vor allem Bilder hochzuladen, wir bedanken uns für die Berichte und wünschen gute Heimreise! wink

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So, jetzt noch ein paar Bilder, sind überwiegend chronologisch sortiert, nur die Bilder vom Handy stehen halt vorne dran, sortiere und beschrifte ich aber noch:

 

Zuletzt geändert: 
Fr, 2014-07-25 16:27